Radfahren in Deutschland, Vier-Täler-Tour durch den Süden von Sachsen Anhalt

Es gibt zweifellos kürzere Wege, um mit dem Fahrrad von Naumburg nach Zeitz zu gelangen, aber kaum einen schöneren.

Strecke: ca. 45 km, Hinweg
Tourencharakter: moderat
Dauer: ca. 3 Stunden reine Fahrzeit

Anstiege: ca. 300 Höhenmeter
empfohlene Windrichtung: Nord, Nordwest
Start/Ziel: Naumburg Hbf., GPS: N51°09.748′, E11° 47.773′ / Zeitz Bahnhof, GPS: N51°03.347′, E12° 07.869′

Einkehrmöglichkeiten:

  • Gasthaus Goldene Henne, Naumburg, GPS: N51°10.350′, E11°49.675′, gasthaus-zur-henne.de, Übernachtung möglich
  • Strandlokal „Alter Felsenkeller“ an der Saale, GPS: N51°09.212‘, E11°50.506‘, http://www.alterfelsenkeller.de/, Übernachtung möglich
  • Gasthof Neue Welt am Eingang zum Wethautal, GPS: N51°09.201‘, E11°51.517‘, neue-welt.schoenburg.de, Übernachtung in der Koppentaler Pension nebenan möglich
  • Schlossrestaurant Droyßig, GPS: N51°02.562, E12°01.770‘, http://www.schlossrestaurant-droyssig.de/, Übernachtung im Pensionshaus möglich
  • Gaststätten und Pensionen in Zeitz
An der Unstrutmündung
An der Unstrutmündung

Wir starten vom Naumburger Hauptbahnhof zunächst in westliche Richtung und überqueren die Bahngleise auf dem Radweg neben der B180. Nach rund 900 Metern gelangen wir vor der Brücke zum Saaleradweg, dem wir nun nach rechts folgen. Vorbei an der Unstrutmündung im Blütengrund und am Gasthof Goldene Henne erreichen wir nach knapp 8 Kilometern den Abzweig ins Wethautal. Hier folgen wir nun der Beschilderung des Saale-Unstrut-Elsterradweges entlang des Bächleins Wethau. An der noch funktionsfähigen Neumühle (GPS: N51° 09.175′ E11° 51.457′) stößt der Mühlenwanderweg auf unsere Strecke, der über Mertendorf bis nach Wetterscheid den gleichen Verlauf wie unsere Route nimmt.
Im Örtchen Wethau überqueren wir die Bundesstraße. Jenseits der Hauptverkehrsstraße wird mit einer Infotafel an die Schlachten der Napoleonischen Kriege erinnert (GPS: N51° 08.162′ E11° 51.573′). Im Dorf verläuft die Wegführung etwas kurvig, hier muss man aufpassen. Entlang des Baches rollen wir nun nach Mertendorf. Nach Überquerung der Wethau halten wir uns rechts und folgen dem wunderschönen Tal bis nach Beuditz. Von hier stammen zahlreiche leckere Weine aus der Saale-Unstrut-Region.

Entlang der Wethau
Entlang der Wethau

In Großgerstewitz verlassen wir den Saale-Unstrut-Elsterradweg nach rechts und folgen der Straße bis zum Abzweig der K2231 (GPS: N51° 04.941′, E11° 51.308′). Die wenig befahrene Straße führt uns durch Cauerwitz weiter bis Utendorf. Kurz vor dem Ort kreuzt der Zuckerbahnradweg die Straße, auf den wir nun nach links abbiegen. Unmittelbar nach dem Abzweig schwingt sich die ehemalige Bahnlinie in einem beeindruckenden Viadukt über die Wethau. Entlang des moderat ansteigenden Bahnradweges verlassen wir nun das Wethautal. In der Ferne taucht rechter Hand die sehenswerte Kirche von Haardorf auf (GPS: N51° 04.023′, E11° 54.873′).
Mit Überquerung der Bahnhofstraße streifen wir die Kleinstadt Osterfeld. Die ehemalige Bahntrasse führt  uns nun weiter nach Waldau. Hinter dem Ort weist eine interessante Tafel auf ein ehemaliges Kohleabbaugebiet hin, durch das wir nun fahren. Bald durchqueren wir die Autobahn A9, und wenige Kilometer weiter ist in Weickelsdorf der Anstieg geschafft. Von hier geht es nun fast 15 Kilometer bergab bis nach Zeitz. Unterwegs fährt man durch Droyßig. Am ehemaligen Bahnhof des Ortes, der heute zum Rastplatz umgebaut ist, beginnt der Bärentatzenrundweg. Der kleine Spaziergang führt zum Schloss. Dabei kann man im Schlosspark die Bekanntschaft mit den beiden Bären Aiko und Toni machen.
Vom Bahnhof Droyßig geht es weiter bergab. In Kretzschau überqueren wir erneut die B180 und fahren weiter bis nach Zeitz. Hier endet der Zuckerbahnradweg am Hermannschacht, einer ehemaligen Brikettfabrik. Wer noch Zeit hat, sollte einen Besuch dort nicht versäumen (GPS: N51° 03.342′ E12° 06.789′). Entlang der ehemaligen ZEMAG-Werke führt nun der letzte Streckenabschnitt zum Zeitzer Bahnhof. Von hier verkehren stündlich Züge nach Weißenfels und weiter bis Naumburg zurück zum Ausgangspunkt der Tour.

Relikte aus vergangenen Zeiten in Zeitz
Relikte aus vergangenen Zeiten in Zeitz

Weitere Hinweise

Die beschriebene Tour ist Teil der Saale-Unstrut-Elster-Radacht im Burgenlandkreis. Dazu werden weitere Beiträge folgen.
Wer die Route signifikant abkürzen möchte, kann von Naumburg entlang der B180 in östliche Richtung direkt bis nach Wethau fahren. In diesem Fall biegt man in Wethau am Wegpunkt N51° 08.180′, E11° 51.583′ nach rechts ab und gelangt auf die oben beschriebene Strecke.

Eine reizvolle Alternative ist, die Tour in Weißenfels zu starten. Der Saaleradweg führt direkt am Bahnhof entlang. Über die Brücke vor dem Gebäude gelangt man zur Innenstadt und von dort weiter zur Schleuse Beuditz. Nach bergiger Fahrt durch Weißenfels West geht es in rasanter Talfahrt wieder zur Saale hinab. Achtung am Wegpunkt N51° 11.975′, E11° 56.014′ scharf nach rechts abbiegen! Durch die Orte Leißling und Schönburg kommt man auf die oben beschriebene Tour, indem man  am Wegpunkt N51° 09.254′, E11° 51.377′ links abbiegt.

Als schönes Zwischenziel empfiehlt sich die Kleinstadt Osterfeld. Um dorthin zu gelangen, verlässt man die beschriebene Strecke in Großgerstewitz (GPS: N51° 05.079′, E11° 51.488′) und folgt dem Saale-Unstrut-Elster-Radweg bis Löbitz. Hier trifft man auf die L200, die weiter bergauf nach Osterfeld führt. Hier durchqueren wir das hübsche Zentrum und halten uns dann auf der K2647 rechts in Richtung Waldau. Am Waldauer Bahnhof (GPS: N51° 03.858′, E11° 55.863′) treffen wir auf den Zuckerbahnradweg, wie oben beschrieben.

Die Tour von Weißenfels über Osterfeld kann im GPS-Track, Variante 2 heruntergeladen werden.

Downloads zur Tour:

GPX-Datei von Naumburg, Variante 1
GPX-Datei von Weißenfels, Variante 2
Tourenbeschreibung (PDF)

Das verwendete Kartenmaterial wird unter www.OpenStreetMap.org bereitgestellt.

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